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Interview: Henri Hansen
Geschrieben von: Dominik   

 

Heute stellen wir euch einen weiteren Hersteller vor, der sich auch für ein Interview bereit erklärt hatte. Henri Hansen, von dem die Apps „Atomium (SE)“ und „Historischer Olympischer Medaillenspiegel" kommen, stellte sich dieses Mal für ein Interview bereit. Seine Apps haben wir bereits reviewt. Und nun das Interview. Viel Spaß beim Lesen.

 


iGadget-News: Wie lange entwickelst du schon Apps?
Henri Hansen: Da ich schon seit Jahren auch Programme für den Mac schreibe, war es für mich schon während der Vorstellung des iPhone Entwicklerprogramms selbstverständlich, dass ich früher oder später auch die eine oder andere App für das iPhone schreiben würde.
Irgendwann im Sommer 2008 habe ich dann die Zeit gefunden mich in die iPhone Programmierung einzuarbeiten.

iGadget-News: Wie bist du auf die Idee gekommen iPhone / iPod Touch Apps zu entwickeln?
Henri Hansen: Das war noch während der Vorstellung des iPhone Entwicklerprogramms. Mir schwebte sofort die Idee eines Periodensystem vor den Augen – denn das wäre genau das gewesen, was ich mir schon zu Zeiten meines Studiums gewünscht hätte...
Ein Punkt, der mir die Entscheidung dann sehr leicht gemacht hat, war der AppStore, der es einem, ohne großen Aufwand, ermöglicht seine Apps weltweit anzubieten.

iGadget-News: Wie sammelst du die Ideen für neue Apps?
Henri Hansen: Für neue Ideen gibt es kein Rezept, die kommen meist wie ein Geistesblitz, das kann beim Fernsehen sein,beim diskutieren mit Freunden, kurz vor dem Einschlafen, etc.
Ab und zu durchstöbere ich einfach den AppStore und sehe mir an was andere so machen, da kommt einem dann auch die eine oder andere Idee.
Und dann gibt es natürlich die Bekannten, die mit den komischsten Ideen an einen herantreten, meist sind diese Sachen einfach nicht zu realisieren, aber ab und zu reicht es aus für den berühmten Klick und man hat eine neue Idee.

iGadget-News: Machst du dies haupt- oder nebenberuflich?
Henri Hansen: Das App-Programmieren mache ich nur Nebenberuflich.

iGadget-News: Wie viele Stunden steckst du wöchentlich in das Entwickeln von Apps?
Henri Hansen: Das lässt sich schwer beziffern, da ich das nicht hauptberuflich mache und auch nicht genau buch führe. So kommt es vor, dass ich über längere Zeit gar nicht programmiere und dann wieder mehrere Nächte am Stück, vor allem wenn es in die Endphase eines zeitgebundenen Projektes geht wie z.B. bei meiner neusten App Historischer Olympischer Medaillenspiegel; da die Eröffnung der Olympischen Spiele ja demnächst ansteht, wurde es jetzt so langsam Zeit das Projekt fertig wird.

iGadget-News: Was genau macht dir am Entwickeln von Apps am meisten Spaß?
Henri Hansen: Es macht immer wieder Spaß eine neue App das erste mal auf einem iPod oder iPhone zu sehen.
Neue Sachen ausprobieren und immer wieder erstaunt feststellen, wie einfach das mit Objective C & Cocoa geht.

iGadget-News: Welches App war von der Entwicklung am aufwendigsten und wieso?
Henri Hansen: Das kann ich so pauschal nicht sagen, denn jede App, die über eine einfache Taschenlampe hinausgeht, wird ein paar Knackpunkte haben, die es zu lösen gilt; da kann es dann bei jeder App schon mal aufwendiger als gedacht werden.
Müsste ich mich festlegen, dann würde ich Atomium, meine erste App, nennen. Als ich mit Atomium anfing, steckte die iPhone Programmierung noch in den Kinderschuhen, obwohl ich einige Erfahrung mit der Programmierung auf OS X habe, ist auf dem iPhone dennoch vieles ganz anders. Weiterhin stand zu diesem Zeitpunkt das iPhone Entwicklerprogramm noch unter NDA, so dass man in keinem Forum zu dem Thema fragen stellen konnte. Mittlerweile hat sich die Lage deutlich geändert, es gibt Foren die sich mit der Thematik befassen und auch ein paar gute Bücher.

iGadget-News: Was für Apps sind für die Zukunft geplant?
Henri Hansen: Zuviel will ich da nicht preisgeben, aber soviel kann ich verraten: Eine kleinere App der Kategorie „Spaß“ solle demnächst fertig werden, hier fehlen „nur noch“ die Grafiken. Dann habe ich 2 Ideen, die sich auf den Bereich Reisen beziehen, da wäre ich froh wenn ich sie rechtzeitig für die Sommerferien fertig stellen könnte.
Darüber hinaus wollen auch die bestehenden Apps gewartet werden. Vor allem für Atomium bekomme ich eine Menge Feedback und Anregungen. Neben der Aufnahme von neuen Daten, werkle ich hier an neuen Funktionen.

iGadget-News: Welchen Aspekt findest du beim Entwickeln von Apps am unbequemsten?
Henri Hansen: Unbequem ist immer die Zeit nach dem Einreichen einer neuen App, das ist wie auf Eiern sitzen, denn man weiß nie, auf wen die App im Review Prozess treffen wird und da kommt es schon mal vor, dass eine neue App wegen einer Kleinigkeit abgelehnt wird.

iGadget-News: Was würdest du an der iPhone OS bzw. am iPhone generell verändern?
Henri Hansen: Generell mache ich mir recht wenig Gedanken über das iPhone OS bzw. das iPhone selbst, ich bin der Meinung, dass Steve Jobs und sein Team das recht gut machen. Ich betrachte das System iPhone, iPhone OS und AppStore als vorgegeben und versuche es so gut es geht für meine Zwecke zu benutzen.
Dennoch, kommt es vor, dass ich mir das eine oder andere wünsche, so ist es zum Beispiel nicht möglich aus einem Programm heraus eine SMS abzuschicken ...

iGadget-News: Wie viele Leute helfen dir die Apps zu entwickeln.
Henri Hansen: Da ich meine Apps nebenberuflich entwickle, mache ich alles selbst. Dennoch habe ich kleine Helfer, die mir ab und zu mal unter die Arme greifen, so habe ich Bekannte denen ich die Apps zum Testen geben kann, mit denen ich aber auch eine neue Idee besprechen und ausarbeiten kann. Ab und zu lasse ich mir auch mit den Grafiken helfen.

iGadget-News: Wie kommst du  auf den Namen für die Apps?
Henri Hansen: Das hängt von der Art des Namen ab. Auf den Namen von Atomium bin ich während dem Programmieren gekommen.
Bei der Namensgebung für Historischer Olympischer Medaillenspiegel, was ja ein beschreibender Name ist, habe ich mich vor dem Einreichen hingesetzt und überlegt wie ich die App nennen kann, damit auch jedem sofort klar wird, was ihn erwartet, wenn er die App kauft.

iGadget-News: Wie viel Zeit nahm deine App Historischer Olympischer Medaillenspiegel zum Entwickeln in Anspruch?
Henri Hansen: Das ganze Projekt hat sich etwa über 4 Monate erstreckt, wobei ich natürlich keine 4 Monate am Stück an dem Projekt gearbeitet habe. Der größte Teil der Arbeit steckt bei dieser App auch nicht in der App selbst sondern in der Aufbereitung der Daten – was ich am Anfang etwas unterschätzt hatte.
 

 

 

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