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Fanboy-Alarm: "Es gibt kein Empfangsproblem"
Geschrieben von: Frank   

 

Die Nachwirkungen des Jahres 2010 beschäftigen uns noch einmal im heutigen Fanboy-Alarm. Erinnert sich noch jemand an Antennagate? Der wohl größte Skandal in der Geschichte des iPhones geisterte im Sommer durch alle Medien. Seitdem ist es still geworden um das Empfangsproblem des iPhone 4. Die Nutzer haben sich mit der Problematik arrangiert und nutzen entweder eine Schutzhülle oder achten beim Telefonieren darauf wie sie das Gerät in der Hand halten.

Das Online-Portal des TV-Senders CNN kürte Apples Antennagate gar zum Tech-Fail des Jahres 2010. Ist der Titel gerechtfertigt? (...)

"Nein" würde wohl die Antwort von Alexander Olma lauten, der die Website iPhoneblog.de betreibt. Er ist sogar der Meinung CNN würde sich (als seriöses Nachrichtenportal) durch diese Wahl selbst disqualifizieren.

Wie disqualifiziert man sich selbst am besten? CNN zeigt wie es geht und wählt das mediale Sommer-Schauspiel ‘Antennagate‘ auf Platz eins der zehn größten “tech fails” im ausklingenden Jahr 2010.

Olma begründet seine Meinung mit dem Erfolg des iPhone 4.

Wir erinnern uns: Zum Start des iPhone 4 verkauft Apple innerhalb von drei Tagen 1.7 Millionen Geräte. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2010 zählt den Rekordwert von 14.1 Millionen iPhones, der gewöhnlich vom aktuell laufenden Weihnachtsgeschäft locker flockig überrollt wird.

Aber sagen Verkaufszahlen etwas über die Existenz eines Problems aus? Wohl kaum. Dass Antennagate durchaus nicht nur ein erfundenes Medienphänomen ist, sondern ganz real existiert, beweisen die Untersuchungen von Stiftung Warentest, Consumer Reports und der Fachzeitschrift Connect.

Apple selbst lieferte drei indirekte Bestätigungen, dass das Problem auch in Cupertino bekannt ist. Welchen Sinn hatte wohl die kostenlose Auslieferung von Bumper-Hüllen, wenn nicht die Beseitigung des Empfangsproblems? Das Case-Programm dürfte Apple einige Millionen Dollar gekostet haben, eine Investition, die man nicht ohne guten Grund tätigt. Das Ausbleiben von Klagen gegen Consumer Reports und Co. darf als weiteres Indiz gewertet werden. Der ansonsten so klagefreudige Elektronikkonzern hätte leicht gegen Aussagen wie "Design-Fehler" vorgehen können.

Das dritte Indiz erreichte uns kürzlich ganz überraschend. Ein neues iPhone-Gehäuse mit veränderter Antennenkonstruktion tauchte plötzlich auf der Website globaldirectparts.com auf. Das dazugehörige Youtube-Video wurde inzwischen durch Intervention von Apple entfernt. Dies spricht für seine Echtheit.

 

Fazit

Das Antennenproblem beim iPhone 4 ist real, es betrifft jedes Gerät und lässt sich leicht reproduzieren. Dass nicht alle Nutzer direkt betroffen zu sein scheinen, liegt an den stark unterschiedlichen Empfangssituationen am jeweiligen User-Standort und natürlich an der Tatsache, dass viele Anwender Schutzhüllen benutzen. Wer die Empfangsproblematik selbst nachvollziehen möchte, entfernt daher eine ggf. vorhandene Schutzhülle und startet den Field Test Mode.

Für uns ist es nicht nachvollziehbar warum einige Blogger, angesichts der erdrückenden Faktenlage, immer noch Apples Antennagate-Skandal herunterspielen. Der Elektronikriese ist nach unserer Ansicht höchst unprofessionell mit der Problematik umgegangen und sitzt den Antennen-Design-Fehler bis dato aus. Berücksichtigt man den Image-Verlust, den Apple durch Antennagate erlitten hat, erscheint uns der erste Platz auf CNNs Tech-Fail-Liste durchaus gerechtfertigt.

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