| Selbstmordserie bei Apple-Auftragsfertiger Foxconn [Update] |
| Geschrieben von: frasch | |||
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Beim taiwanesischen Elektronikhersteller Hon Hai, der in Shenzen (China) unter dem Namen Foxconn operiert, häuft sich in letzter Zeit die Anzahl von Selbsttötungen. Am Dienstag starb ein Mitarbeiter des Unternehmens, nachdem er sich vom Dach eines der Werksgebäude stürzte. Es war bereits der neunte Todesfall dieser Art in diesem Jahr. Erneut stehen daher nach 2006 die schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn im Focus der Öffentlichkeit. Schon damals war das Unternehmen in die Kritik geraten, nachdem diverse Medien über 15-stündige Arbeitstage, mangelhafte Unterkünfte, einem hohen psychischen Druck am Arbeitsplatz, sowie Vergütungen unterhalb des in Shenzen üblichen Mindestlohns von etwa 46 Eurocent berichteten. Mehrere IT-Unternehmen für die Foxconn arbeitet, darunter Apple, Dell und HP, haben angekündigt die Arbeitsbedingungen zu untersuchen. Dass dies keine Verbesserungen für die Arbeiterschaft bedeuten muss, bewies Apple bereits 2006. Einzige Konsequenz der damaligen Recherchen ist ein Bericht über die Arbeitsbedingungen, den Foxconn jährlich bei Apple abzuliefern hat. Dass solch ein Bericht mangels unabhängiger Untersuchungskommission nicht objektiv sein kann, liegt auf der Hand. [Update]Inzwischen hat sich ein zehnter Foxconn-Mitarbeiter umgebracht. Das Unternehmen plant nun Netze aufzuspannen um zukünftig Suizide zu verhindern. Desweiteren sollen die Angestellten eine Unterlassungserklärung unterschreiben, in der sie sich verpflichten sich nicht selbst zu töten oder andere und sich schwer zu verletzen. Außerdem erlauben sie Foxconn mit ihrer Unterschrift, dass die Firma sie bei Verhaltensauffälligkeit in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen kann.[/Update]
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