| WWDC 2011: Die iCloud kommt |
| Geschrieben von: Frank | |||
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Apple stellte auf der Eröffnungs-Keynote der WWDC die iCloud vor, einen kostenlosen Synchronisationsdienst der geräteübergreifend arbeitet und MobileMe ablösen wird. Vom Nutzer unbemerkt, werkelt die iCloud teilweise schon länger im Hintergrund, zumindest wenn man sie so definiert wie Steve Jobs es heute getan hat. (...) Lädt man beispielsweise eine App aus App Store herunter, muss man sie beim erneuten Download (beispielsweise nach dem Zurücksetzen des Gerätes) nicht erneut bezahlen. Die Information dass die Anwendung bereits bezahlt wurde, liegt auf irgendeinem Apple-Server und wird beim Einloggen mit den iTunes-Account-Daten abgerufen. Wer heute auf seinem iOS-Gerät den App Store öffnet, wirst feststellen, dass ein neuer Menüpunkt die bereits gekauften Programme anzeigt. Diejenigen die momentan nicht installiert sind, ziert ein kleines Wolken-Symbol. Im übertragen Sinne heißt das also, die App lagert und der iCloud und kann bei Bedarf heruntergeladen werden. Gleiches gilt für iBooks. Bis hierhin ist also alles wie gehabt. Doch jetzt kommt der interessante Teil: iCloud kann als automatischer Backup-Dienst genutzt werden. Das heißt sämtliche Daten auf euren iOS-Gerät, Musik (wohl nur bei iTunes erworbene), Fotos, Apps, Einstellungen etc., landen per Wi-Fi in der Datenwolke und können bei Bedarf jederzeit wieder eingespielt werden. Dokumente aus Pages, Numbers und Keynote (aber auch aus Drittanbieter-Apps, die iCloud unterstützen) werden automatisch in die Wolke geladen und mit allen iOS-Geräten synchronisiert, welche die entsprechende Anwendung installiert haben. Der automatische Dokumente-Upload ist natürlich abschaltbar, der Nutzer wird beim Start von Cloud-Apps gefragt, ob er den Synchronisierungsdienst nutzen möchte. Auch Fotos lassen sich automatisch in die iCloud laden und anschließend mit allen iOS-Geräten synchronisieren, ohne dass der Nutzer einen Handschlag tun muss. Das ist bequem, birgt aber natürlich Datenschutzrisiken. Auf dem Mac landen die Bilder in einer Seitenleiste von iPhoto, auf dem PC dagegen im Standard-Bilder-Ordner. Auch AppleTV wird in den Foto-Stream eingebunden. Damit der Speicher der mobilen Geräte nicht gesprengt wird, werden nur die letzten 1000 Fotos aus der Datenwolke geladen. Die restlichen Bilder verbleiben für 30 Tage in der iCloud. Die Fotosynchronisation läuft ausschließlich über Wi-Fi. Auch iTunes wird in die Cloud eingebunden. Bereits gekaufte Musik kann über den inzwischen vom App Store bekannten Button auf allen iOS-Geräten des Anwenders heruntergeladen werden (auch automatisch möglich). Bis zu zehn Geräte können auf diese Weise synchronisiert werden. Ein Feature, das wir persönlich schon lange vermisst haben. Es ist im Gegensatz zur "App-Store-Cloud" allerdings noch nicht aktiv. Erst mit Erscheinen von iOS 5 gehen alle iCloud-Dienste online. Dies gilt auch für iTunes Match, einem neuen Musikdienst, der eure Musikbibliothek scannt und mit dem iTunes-Katalog vergleicht. (Das schließt übrigens nicht bei iTunes gekaufte Titel mit ein.) Bereits bei iTunes verfügbare Songs müssen nicht in die Cloud hochgeladen werden, nur solche die Apples Musik-Shop nicht kennt. Das spart Upload-Zeit. Die von iTunes Match erkannten Lieder können dann auf allen iOS-Geräten gehört werden. Der Service kostet allerdings 25 US-Dollar jährlich.
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